Wie ich erst jetzt erfahren habe verstarb am 7.3.2026 unser langjähriges Vereins- und Vorstandsmitglied Reinhold Bosbach im Alter von 82 Jahren nach zuletzt langer Krankheit.
Mit bereits 13 Jahren trat er unserem Verein als Jugendlicher bei und entwickelte bald eine beachtliche Spielstärke. 1979 und 1980 sicherte er sich zweimal den Stadtmeistertitel bei immerhin 28 Teilnehmern.
Seine größte Bedeutung für den Verein hatte er allerdings als "Turnierleiter extern", also für alle vereinsexternen Turniere mit dem Schwerpunkt der Mannschaftskämpfe in den verschiedenen Ligen. Das Aufgabenfeld war damals viel schwieriger als heutzutage. In den 70er und 80er Jahren gab es einen Schachboom und der Verein hatte zeitweise 9 Mannschaften in den Ligen aktiv. Während heutzutage die Vereine sich zwar sportlich messen aber ansonsten gut kooperieren, war damals eine viel größere Rivalität. Auch im Verein gab es immer Auseinandersetzungen, wer in welche Mannschaft kommt. In dieser Zeit agierte Reinhold mehr wie ein Sportdirektor, der sich immer auch behaupten und gleichzeitig vermitteln musste. Immer wieder gab er jungen Spielern wie Peter Treffert, Arnold Hemmann oder Alexander Stromer eine Chance auch wenn manchmal "alte Hasen" dafür weichen mussten. Die größten Erfolge fielen in seine Amtszeit mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga 1983 und zweimaligem Klassenerhalt.
Schon immer engagierte er sich auch in der Jugendarbeit, häufig stand er als als Fahrer oder Betreuer zur Verfügung.. Nachdem er sein Amt dann abgegeben hatte, widmete er sich der Ausbildung einer neuen jungen Spielergeneration (Phil Thomsen, Florian Hennemann u.a.). Dabei war er immer sehr fordernd und manchmal auch ungeduldig. Aber der Erfolg gab ihm wieder recht
Unvergessen sind auch die Fahrten nach Montebeliard/F, die er maßgeblich mitorganisierte. Auch Jugendturniere in Zürich und Luxemburg wurden besucht.
Immer wieder half er jungen Mitgliedern unter hohem persönlichem Einsatz auch persönliche Lebenskrisen zu meistern. Eine Facette, die nur wenigen bekannt ist.
Unser Beileid geht auch an seinen Bruder Gerhard mit Familie.
